Fiestas Patrias - chilenische Nationalfeiertage im September
Der Monat September ist in Chile der Monat der „fiestas patrias“, die am 18. September (dieciocho) -dem chilenischen Nationalfeiertag- ihren Höhepunkt finden.
Stark gekürzter Hintergrund und weitere Geschichte:
Die Kolonialmacht Spanien unterliegt während der französischen Revolution 1795 in Europa dem Ansturm von Napoléon Bonaparte, der 1808 seinen Bruder Joseph auf den spanischen Thron hebt. Der spanische König Fernando (Ferdinand) VII. wird gefangengenommen.
Vor diesem Hintergrund verzichtet der spanische Gouverneur Mateo de Toro y Zambrano am 18. September 1810 auf sein Amt und ernennt einen anfänglich königstreuen Regierungsrat (Junta de Gobierno), der Mateo de Toro y Zambrano als Präsidenten wählt und einen ersten Nationalkongress einberuft.
Napoléon bietet 1813 Ferdinand die spanische Krone wieder an, der daraufhin nach Spanien zurückkehrt.
In den Jahren 1813 bis 1818 folgen in Chile bürgerkriegsartige Unabhängigkeitskämpfe der königstreuen „realistas“ und liberalen „patriotas“.
Im Jahre 1814 gewinnt der spanische General Mariano Osorio die Schlacht von Rancagua gegen die chilenischen Unabhängigkeitskämpfer Bernardo O'Higgins und José Miguel Carrera und wird als Gouverneur von Chile eingesetzt; die spanische Wiedereroberung („reconquista“) beginnt.
O'Higgins und Carrera fliehen nach Argentinien. Drei Jahre später jedoch marschieren O'Higgins und der argentinische Unabhängigkeitskämpfer José de San Martín über die Anden und gewinnen am 12. Februar 1817 die Schlacht von Chacabuco gegen die spanische Armee.
Genau ein Jahr später (12.02.1818) proklamiert O'Higgins die Unabhängigkeit Chiles.
Es folgen noch einige Schlachten und die spanische Armee zieht sich bis auf die Insel Chiloé aus Chile zurück. Die spanischen Truppen werden erst im Jahre 1826 endgültig besiegt.
Der Konflikt der „realistas“ und „patriotas“ setzt sich jedoch als Bürgerkrieg bis zur Verkündung der ersten Verfassung 1833 durch Diego Portales fort.
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